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Domino - Live Fast, Die Young
Action | USA 2005
Story | Kritik | Bilder | Disc | Trivia | Zitate | Fehler | Ende
"Irgendwie falsch fokussiert, aber dennoch unterhaltsam."

Eine Kritik zu "Domino - Live Fast, Die Young"
geschrieben von Nils

Um das Missverständnis gleich aus der Welt zu räumen: Tony Scott ist nicht der Regisseur von "Gladiator". Dieses Werk gehört nämlich in die Filmographie seines Bruders Ridley. Unser Tony steht ihm jedoch in nichts nach. Mit Werken wie "True Romance", "Der Staatsfeind Nr. 1" oder "Mann unter Feuer" hat er bereits ausreichend bewiesen, welches Talent in ihm steckt. Im Jahr 2005 wagte er sich nun an die Verfilmung der Lebensgeschichte von Domino Harvey, die tatsächlich vom Model zur Kopfgeldjägerin wurde und am 27. Juni 2005 an einer Überdosis in ihrer eigenen Badewanne starb. Gleich zu Beginn des Spielfilms wird jedoch darauf hingewiesen, dass die Ereignisse nicht ganz wahr sind. Tony Scott, der exzentrische Regisseur, hat sich natürlich künstlerische Freiheiten gelassen - ebenso wie Domino Harvey beim Erzählen ihrer Lebensgeschichte selbst.

Verkörpert wird die Frau mit der ungewöhnlichen Karriere von Keira Knightley ("Fluch der Karibik"), der überaus attraktiven Newcomerin, die erst zarte 21 Jahre alt ist. Die Frau, die so sexy an ihrem Glimmstängel ziehen kann, dass die meisten männlichen Zuschauer plötzlich ganz in ihren Bann gezogen werden, kann man kaum als Fehlbesetzung bezeichnen. An ihrer Seite tummeln sich in mehr oder weniger großen Rollen weitere Hollywoodstars wie Christopher Walken, Lucy Liu, Mena Suvari, Macy Gray und natürlich Mickey Rourke als Ed. Damit ist zwar das Cast gut gewählt, doch bleiben die Figuren dennoch etwas hölzern, kalt und leer - und das obwohl Richard Kelly ("Donnie Darko") am Drehbuch mitschrieb. Schade um die fehlende Tiefe, doch das versucht Regisseur Tony Scott mit fulminanten Bilder wieder wett zu machen:

In seinem neuesten Werk "Domino" experimentierte er so extrem mit der Optik wie nie zuvor. Zahlreiche Standbilder, urplötzliche Texteinblendungen, Zoom-Spielereien mit der Kamera, pfeilschnelle Zeitraffungen und Zeitlupen, ein ständiger Perspektivenwechsel und knallbunte Farbfilter sind nur Beispiele für das schnelle, wilde Treiben hinter der Kamera. Zugegeben: Diese extravagante Aufmachung sieht nicht nur cool aus, sondern sorgt auch in den meisten Fällen dafür, dass dem Zuschauer nicht die Lust am Film vergeht. Man merkt dem Werk die Professionalität seines Regisseurs einfach an. Über die größeren Schlupflöcher im Drehbuch können die Kameraspielereien jedoch wie gesagt auch nicht hinwegtäuschen. Auffällig cool ist außerdem die Fäkalsprache, die man hier eingesetzt hat. Für diese Art von Film sollte man nicht auf raue Umgangsformen, mag es auch strenge körperliche Gewalt sein, verzichten, was wir bereits bei "True Romance" gesehen haben. Geschichten von Kopfgeldjägern sollte man ungeschönt erzählen, was der Crew hier relativ gut gelungen ist.

Gar nicht gut gelungen sind meiner Meinung nach hingegen die absolut überflüssigen Rap-Einlagen von Hip Hop-Legende Xzibit und der Aspekt, dass man die Drogengeschichte der Domino Harvey vollkommen unter den Tisch gekehrt hat. Überhaupt wird die Story des Films gen Ende viel verwirrender als gedacht, da man irgendwann mit den unzähligen Namen überfordert ist, zumal man sich ja schon anstrengen muss, der Bilderflut zu folgen. Meiner Meinung nach ist Tony Scott die Sache ganz falsch angegangen. Anstatt den unglaublich interessanten Abstieg der Domino Harvey in einem Nebensatz abzuhaken und sich auf eine x-beliebige Story um den großen Coup zu fokussieren, hätte man besser mehr Wert auf ihre Umpolung vom Model zur Kopfgeldjägerin, von der College-Studentin zur Drogenabhängigen legen sollen.

So bleibt letzten Endes ein durchaus unterhaltsamer Action-Thriller mit noch nie dagewesener Hochglanz-Optik und Star-Besetzung. Leider ist aber eine gewisse Oberflächlichkeit der Macher offensichtlich und mit dem kontroversen Schnitt kommt nicht jeder klar.


07/10
        Filminfo
OT: Domino
Regie: Tony Scott
Drehbuch: Richard Kelly, Steve Barancik
Produktion: Skip Chaisson, Samuel Hadida, Tony Scott
Cast: Keira Knightley, Mickey Rourke, Edgar Ramirez, Rizwan Abessi, Delroy Lindo, Christopher Walken, Mena Suvari FSK: ab 16 Jahren Länge: 127 Minuten Start: 29.12.2005 DVD/Blu-Ray: 22.06.2006 (mehr)
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